Muslime in berlin kennenlernen


Sie lebt in Berlin, er in München. Sie ist Jüdin, er Muslim.

Muslime in berlin kennenlernen sie sich überhaupt kennen, verdanken Rachel de Boor und Hani Mosheni den beiden Studienwerken, deren Stipendiaten sie sind bzw. Im gemeinsamen Interview mit der FR geht es vor allem um eines: Juden und Muslime hierzulande sitzen im gleichen Boot. Schon einiges.

Vor allem ist mir bewusst geworden, dass Juden und Muslime hier als Minderheiten in einer ähnlichen gesellschaftlichen Lage sind.

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Ich persönlich hatte vorher überhaupt keinen Kontakt zu Jüdinnen und Juden. Ich hatte auch gar nicht auf dem Schirm, dass es überhaupt säkulare Juden gibt. De Boor: Bei mir muslime in berlin kennenlernen sich der Blick geschärft. Ich lebe ja muslime in berlin kennenlernen Berlin-Neukölln, da höre ich täglich Arabisch und habe zum Beispiel den Ramadan schon immer mitbekommen. Aber viele Fragen zu stellen habe ich mich doch nicht getraut.

Durch das Dialogprojekt zwischen den Studienwerken wurde das Fragen einfacher. Und man kann da auch einfacher ein ehrliches Feedback geben — etwa: Warum denkst du, ich bin so, nur weil ich Jüdin bin. Von Muslimen habe ich wenig taktlose Fragen gehört, eher von anderen. Das ist sehr wichtig, denn wenn es um Themen geht wie die Beschneidungsdebatte, aber auch die prekäre Lage auf dem Wohnungsmarkt, da haben Juden und Muslime häufig die gleichen Probleme. Es geht um Menschen, die Barrieren überwinden — staatliche, ethnische, soziale, materielle oder einfach die Vorurteile im eigenen Kopf.

Ihr muslime in berlin kennenlernen Seminar hat Sie nach Israel geführt. Es war nicht so, dass Juden und Muslime sich da partnervermittlung wko heftigsten gestritten haben. Vielmehr gab es unter den jüdischen Teilnehmern starke Konflikte.

Juden und Muslime sitzen in Deutschland im gleichen Boot | Politik

Einige Jüdinnen und Juden haben sich sehr mit dem Staat Israel identifiziert und fühlten sich sehr verletzt, wenn von Menschenrechtsverletzungen die Rede war und die Politik Israels scharf kritisiert wurde.

Andere waren die lautesten Kritiker israelischer Muslime in berlin kennenlernen. Herr Mohseni, wo stehen Sie selbst? Sie sind hier geboren, Singles immenhausen Eltern stammen aus Afghanistan. So gesehen haben Sie gar muslime in berlin kennenlernen damit zu tun.

Ja, so ist es. Ich persönlich tue das gar nicht. Für mich ist es eine politische und ökonomische Auseinandersetzung. Es ist wie jeder andere Konflikt auf der Welt. Ich sehe mich da eher als Beobachter, der verstehen will.

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Für mich ist es total wohltuend zu hören, wenn jemand sagt, für mich ist es ein Konflikt wie jeder andere. Es gibt ja sehr viele Leute, die persönlich gar nichts damit zu tun haben, aber sehr genau wissen, wer der Gute und der Schlechte ist … Finden Sie es normal, dass Sie als in Ostdeutschland geborene Protestantin, die zum Judentum konvertiert ist, anders angesprochen werden auf Israel als jemand, der keine Bezüge zum Judentum hat?

Ich denke, muslime in berlin kennenlernen ist natürlich, dass anders über den Konflikt gesprochen wird, wenn eine Jüdin oder ein Jude dabei ist. Denn wir haben eine besondere Verbindung dazu. Ich persönlich habe viele Freundinnen in Israel, ich habe dort studiert und ich fahre immer zum Urlaub nach Israel. Aber hier in Deutschland gehe ich diesen Diskussionen eher aus dem Weg, denn egal ob ein Nichtjude pro oder kontra Israel ist — meistens ist es irgendwie belehrend und weniger fragend. Und es ist auch schwer rüberzubringen, dass die israelische Gesellschaft ja ganz pluralistisch ist, dass es Partnervermittlung villach gibt, Rechte, orthodoxe Rechte und orthodoxe Linke, ganz konservative Säkulare … Lesen Sie auch: Ja, aber oft mit der Botschaft: Die AfD macht das ja ganz prominent.

Beim Blick auf die Muslime in Deutschland geht es immer wieder ums Kopftuch.

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Wir haben hier teilweise Kopftuchverbote im Richter- und Lehramt. Geht das auch Juden etwas an? Was mich persönlich erst mal aufregt, sind die doppelten Standards, die da angelegt werden. Einerseits wird argumentiert, dass Religion Privatsache sei und muslime in berlin kennenlernen öffentlichen Raum wenig verloren habe, andererseits wird das dann nur auf die Muslime angewandt.

Ich habe sofort Lust, jüdische Männer zu überreden, etwa als Richter auch die Kippa zu tragen, eben um deutlich zu machen: So ein Verbot trifft uns Juden genauso. Es betrifft uns alle, wenn es eine Gruppe betrifft.

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Sie haben schon das Stichwort Beschneidungsdebatte genannt. Es gibt ja hierzulande teils starke Vorbehalte gegenüber der jüdischen und muslimischen Praxis der Beschneidung kleiner Jungen, bis hin zum Vorwurf der Körperverletzung. Ich erinnere mich an ein Kolleg zu Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus unserer beiden Werke. Da sagte eine Muslimin, in dem Moment, als muslime in berlin kennenlernen bekanntschaften englisch Community beim Beschneidungsthema eingestiegen ist, habe sie gedacht: Endlich, jetzt wird das Thema Gewicht bekommen, denn jetzt haben wir die jüdische Community mit uns und die hört man ja in Deutschland.

Worauf ein Jude genau muslime in berlin kennenlernen Gegenteil sagte: Wir jüdische Menschen sind so wenige, wir werden erst gehört, wenn ihr Muslime dabei seid, weil ihr viel mehr seid. Was die Muslime in berlin kennenlernen an sich angeht: Ich fand es sehr auffällig, dass die Kritik an der Beschneidung bei Juden und Muslimen seinerzeit ziemlich direkt nach der Enthüllung der vielen Missbrauchsfälle in Kirchen und Schulen laut wurde.

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Als ob es plötzlich darum gehen sollte, dass auch Juden und Muslime ihre Kinder schädigen … Es war so heftig, dass man als jüdischer Mensch damals dachte: Wenn das hier verboten wird, dann haben wir hier keine Zukunft mehr. Die Beschneidung ist so wichtig, dass sich bei einem Verbot die Existenzfrage für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland stellt?

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Ja, so sehe ich das. Und es ist ja auch so: Wenn jüdischen Eltern die Beschneidung verboten wird, dann verlieren sie auch die Freiheit, sich selbst dagegen zu entscheiden. Ich kenne einige jüdische Eltern, die sehr lange überlegt haben, ob sie es bei ihrem Kind tun.

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Solche individuellen Entscheidungen wären bei einem Verbot nicht möglich. Irgendwann entdeckte sie das Judentum muslime in berlin kennenlernen sich. Die Konversion beschreibt sie als jahrelangen Prozess, den sie mit 25 abgeschlossen habe. Inzwischen arbeitet sie für die neue Denkfabrik Karov- Qareeb Wer gehört zu wem? Was hält in Deutschland, in Europa die Gesellschaft zusammen? Was lässt sich tun, um Spaltungen zu überwinden?

All das sind Fragen, die sich besonders dringlich stellen: Das Grundgesetz wurde am 8. Jahrestag des Mauerfalls.

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Religiöse Traditionen werden also in Ihrer Gemeinschaft durchaus hinterfragt. Sehen Sie Reformbedarf in Ihren Communitys? Unsere Eltern haben oft einen sehr traditionellen Hintergrund, wir sind hier aufgewachsen und haben ein anderes Leben kennengelernt.

Da gibt es natürlich Konflikte, und das ist nicht leicht.

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Ich habe aber ein Problem mit dem Begriff Reform im muslimischen Kontext. Denn die letzte islamische Reform war der Wahabismus, der in Saudi-Arabien praktiziert wird, und das ist eine Strömung, die aus moderner westlicher Sicht als eine der rückständigsten und inhumansten im Islam bewertet werden muss.

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Auf der anderen Seite war ein innerer Pluralismus durchaus schon immer Teil der islamischen Tradition. Wenn im Israelischen mann kennenlernen heute nach einer Reform des Islam gerufen wird, dann sollte man sich das klarmachen.

Im Judentum in Deutschland gibt es sehr viele Binnendiskussionen und Strömungen. Da werden viele Stereotype transportiert, auch wenn Sie Bilder von Juden sehen: Dann sind das ganz oft Männer mit Kippa, wenn nicht sogar mit Hut und Bart.

Innerhalb der muslimischen Community ist es dann reflexhaft oft umgekehrt: Die Konservativen gelten als die, die es richtig machen, die liberalen sind die, die alles verwässern.